Streuobst mosten - 20. September 2014

Langenargener Streuobstsaft
Die Streuobstbäume in Langenargen trugen dieses Jahr besonders reiche Ernte. Mitglieder und Freunde des NABU Langenargen lasen am Samstag, den 20. September das Obst der Apfelbäume auf den Ausgleichsflächen am Bildstock und in der Grub. Aus den anderthalb Tonnen Mostobst werden ca. 900 l Apfelsaft gewonnen, die zum Selbstkostenpreis an die fleißigen Helfer und Interessierte abgegeben werden.

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Lob dem Apfel
Lob dem Apfel

Eines musst Du stets Dir merken,
wenn Du schwach bist, Äpfel stärken !
Äpfel sind die beste Speise-
für zu Hause, für die Reise,
für die Alten, für die Kinder,
für den Sommer, für den Winter,
für den Morgen, für den Abend,
Äpfel essen ist stets labend.
Äpfel geben Kraft und Mut
und erneuern Dir das Blut.
Äpfel glätten Deine Stirn,
bringen Phosphor ins Gehirn.
Und willst Du mal Flüssigkost,
trinke einfach Apfelmost.
Aber auch im Apfelsaft,
steckt Gesundheit und viel Kraft.
Lieber Freund, lass Dich Beraten,
denn Äpfel schmecken auch gebraten.
Wirst jung und schön-
und vor allem nicht dick
und kriegst Nerven wie ein Strick,
Mensch, im Apfel liegt Dein Glück!
NABU_Langenargen_2014-09-22_Lob dem Apfe
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Uhland, Ludwig (+1847)


Einkehr

Bei einem Wirte wundermild
Da war ich jüngst zu Gaste.
Ein goldner Apfel war sein Schild
An einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum
Bei dem ich eingekehret
Mit süßer Kost und frischem Schaum
Hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
Viel leichtbeschwingte Gäste
Sie sprangen frei und hielten Schmaus
Und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett in süßer Ruh
Auf weichen, grünen Matten
Der Wirt er deckte selbst mich zu
Mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt ich nach der Schuldigkeit.
Da schüttelt er den Wipfel
Gesegnet sei er allezeit
von der Wurzel bis zum Gipfel.

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Da holte der Wirt von nebenan

wohl aus seinem Keller
einen Pott vom Apfelwein

da sprangen sie dann schneller-


als der Geist vom Apfelwein  

dann oben stand,
unter Hirnes Rinde
legten sie sich bald zu Ruh,


auf weiche grüne Matten,
der Apfelbaum in seiner Ruh,
schaut amüsiert von oben zu.

Edwin Strobel