Habicht - Vogel des Jahres 2015

Der Habicht konnte sich nach sehr starken Bestandseinbußen wegen Vergiftungen (DDT, Giftköder) und illegaler Verfolgung sich im Laufe der 1990iger-Jahre wieder etwas im Bestand zunehmen. Dennoch gilt diese heimlich lebende große Greifvogelart im Bodenseeraum als eine seltene Art, die den Lebensraum Wald bevorzugt nutzt.

 

Bei uns im Raum gilt der Tettnanger Wald als ein regelmäßiges Brutgebiet für den Habicht. So wie viele im Bereich des Tettnanger Waldes lebende und zum Teil seltene Greifvogelarten, wie z.B. der Baumfalke oder der Wespenbussard, ist auch diese Art auf ungestörte und große Waldflächen angewiesen. Als vogeljagende Greifvogelart benötigt der Habicht in seinem Brutgebiet ein gutes Angebot an größeren Beutevogelarten, wie z.B. Rabenkrähen, Ringeltauben oder Drosseln. Zum Teil werden auch Säugetiere, wie z.B. Eichhörnchen, geschlagen. Daher sind die Bemühungen im Artenschutz für den Erhalt vogelreicher Bestände in unseren einzelnen Naturräumen, wie z.B. an der Argen, im Eriskircher Ried, in der offenen Kulturlandschaft oder im Tettnanger Wald, von großer Bedeutung. Dies gilt ebenso für die Wintervorkommen vieler Vogelarten, da der Habicht bei uns ganzjährig anzutreffen und auch im Winter auf Beute angewiesen ist.

 

Der Habicht gilt als Überraschungsjäger, der seine Beutevögel in der Luft fängt. Da er dem wesentlich kleinerem Sperber sehr ähnlich sieht, sind Verwechslungen zwischen Habicht und Sperber möglich. Bei beiden Arten sind die Geschlechter unterschiedlich groß (Geschlechtsdimorphismus) , so dass auch aus diesem Grund beide Arten schnell verwechselt werden können. (Luis Ramos 2014)