Die Entstehung der Streuwiesen-Kultur im 19. Jahrhundert

Streuwiesen entstanden in Oberschwaben, im Allgäu und am Bodensee im Zuge der Ausbreitung der Milchviehwirtschaft. Nach dem  Bau der Südbahn 1850 konnten Milchprodukte leichter in den städtischen Zentren vermarktet werden. Um den Milchertrag zu erhöhen, wurde die ganzjährige Stallhaltung von Milchkühen eingeführt. Dadurch kam es zu einem hohen Bedarf an Einstreu. Feuchte und wechselfeuchte Wiesen am Ufer der Argen und in Bodenseenähe, z.B. auch im Eriskircher Ried, boten sich für die Kultivierung von Pfeifengras-Wiesen an. Die Argen bildete bis zu ihrer Begradigung in 1870er Jahren ein Flussdelta mit mehreren Gewässerläufen, Kies- und Sandbänken, ein Gebiet, das zeitweise überschwemmt war, vor allem zur Zeit des Sommerhochwassers am Bodensee. Da diese Flächen als Futterwiesen schlecht genutzt werden konnten, entstanden hier die Langenargener Streuwiesen.

Argenaue 1825 mit zopfartig verflochten Wasserläufen eines Wildflusses
Argenaue 1825 mit zopfartig verflochten Wasserläufen eines Wildflusses
Argenaue um 1950 (Urheber unbekannt)
Argenaue um 1950 (Urheber unbekannt)

Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.

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