Pflege der Streuwiesen

Seit 1980 kümmer sich der NABU Langenargen zusammen mit dem Landratsamt Bodenseekreis, dem Maschinenring Tettnang und Langenargener und Kressbronner Landwirten um die Erhaltung der Streuwiesen. Die Landwirte und der Maschinenring werden für die ordnungsgemäße Mahd und Werbung der Streue aus dem Kreispflegeprogramm bezahlt. Der NABU kümmert sich hingegen um problematische Bereiche, in denen zu dichter Goldruten- oder Springkraut-Bewuchs die typische Streuwiesen-Flora zu verdrängen drohen. Im Sommer werden durch selektive Mahd mit Sichel, Sense, Motorsense oder Motormäher die unerwünschten Pflanzen entfernt oder zurückgedrängt. Im Winter werden Feldgehölze zurückgeschnitten oder ausgelichtet, um die Beschattung und damit die Ausbreitung der Kratzbeere zu verringern. Manchmal müssen auch mit schwerem Gerät Wurzelstöcke gerodet werden

Bei den Arbeitseinsätzen arbeitet ein fester Stamm von NABU-Mitgliedern, aber auch andere Naturfreunde helfen immer wieder mit. So wirkte die Jägerschaft Langenargen bei der Reinigung der Streuwiesen nach dem Hochwasser 1999 mit. Schüler der Parkrealschule Kressbronn helfen im Rahmen ihrer Schul-Praktika mit und Studierende der PH Weingarten verbinden nützliche Arbeit mit interessanter Naturerfahrung.

Texte und Fotos zum Thema Streuwiesen sind, soweit nicht anders gekennzeichnet, von Peter Weinreich aus den Jahren 2009 bis 2012.